Sao Vicente Madeira

Travel-Tipp: Boutique Surf Stays auf Madeira | São Vicente

BEI EINER REISE NACH MADEIRA erwartet man jeden Moment, Indiana Jones höchstpersönlich an der nächsten Ecke zu treffen. Die Insel bietet mit ihrer dramatischen Vulkanlandschaft aus zerklüfteten Felswänden und üppiger Vegetation eine atemberaubende Kulisse für einen Surftrip. Mitten im Ozean gelegen, erscheint ein Urlaub hier wie ein Abenteuer am Ende der Welt.

Auf ein komfortables Bett und ein Dach über dem Kopf muss man dabei trotzdem nicht verzichten. Zumindest nicht, wenn man in den Fajã Lodges von Leandro und Antonella, ganz in der Nähe von São Vicente, unterkommt. Ursprünglich aus Argentinien stammend, haben die beiden Designer – Leandro aus der Automobilindustrie und Antonella aus der Textilbranche – auf der makaronesischen Insel einen Ort gefunden, an dem sie das hektische Treiben ihrer Heimatstadt Buenos Aires hinter sich lassen konnten. Runterkommen, zurück zur Natur finden, surfen, ohne dabei in den Crowds unterzugehen. Dieses Gefühl der wunderbaren Unbekümmertheit wollten sie teilen und haben sich davon zu Fajã Lodges inspirieren lassen.

Faja Lodges Sao Vicente Madeira Boutique Surf Stay

Boutique Surf Stays an der North Shore Madeiras ist das Konzept, auf dem sie Stück für Stück ihre Lodges aufgebaut haben. 

Vom ersten Moment an war Leandro hin und weg von der Abgeschiedenheit und der unglaublichen Naturschönheit Madeiras. So entstand das minimalistische Design fast von selbst. Schlichte, klare Linien aus natürlichen Materialien, die der Landschaft nicht die Show stehlen. Die größte Herausforderung waren die Logistik und das Heranschaffen der Materialien. Wie das auf den meisten Inseln der Fall ist, ist auch auf Madeira die Organisation schwierig, und alles läuft eben etwas langsamer. Abgesehen davon haben Leandro und Antonella die Lodges praktisch selbst aufgebaut und mussten sich einige Skills, wie zum Beispiel das Bearbeiten von Naturholz, aneignen, um dem Projekt Form zu geben.

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So sind Schritt für Schritt ein Haupthaus und ein Studio-Apartment entstanden, die einzeln oder als Ganzes zu mieten sind. Vier weitere kleinere Lodges sind bereits im Bau. Die Unterkünfte sind eingerichtet mit Smart-TV, Wi-Fi, Klimaanlage, Außendusche, komplett ausgestatteter Küche, Pool und Grill. Sogar Bücher und Tischspiele stehen bereit – für Abenteurer, die es auch mal ruhiger angehen lassen. Im Laufe des nächsten Jahres wird zudem ein Surf- und Coffee-Shop eröffnet, in dem man technisches Material und Surfboards kaufen kann und der Community rund um Faja da Areia ein Treffpunkt geboten wird. 

Das Beste ist allerdings die Lage: nur zwei Minuten zu Fuß von Madeiras berüchtigtem Spot Fajã da Areia entfernt, dem Herzen der North Coast Surf Community. Diese Welle hat ordentlich Power und vergibt keine Fehler. Schon gar nicht bei Low Tide. Eine Lektion, die auch Leandro auf schmerzhafte Weise bei seiner ersten Session gelernt hat. Die Locals sind froh über den Ruf ihres Homespots, da sie an den wirklich guten Tagen auch in Zeiten von andernorts massivem Surftourismus noch alleine im Lineup sind. Das sollte aber niemanden abschrecken; das Schauspiel, das sich hier bei den passenden Winter-Swells bietet, ist selbst zum Anschauen ein tolles Erlebnis.

Abgesehen davon gibt es auf der Insel Spots für jedes Niveau. Die Strände Alagoa oder Maiata in Porto da Cruz genauso wie Praia de Machico bieten sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene die besten Bedingungen. Außerdem wirkt der schwarze Sand doch sehr viel einladender als das Vulkanriff im Norden.

Neben dem Surfen können sich Outdoor-Fans in der Gegend rund um die Fajã Lodges noch bei vielen anderen Aktivitäten austoben: Canyoning, Wandern, Klettern, Mountainbiken oder die für die Insel typischen Lorbeerwälder erkunden. Keine Sorge, man hat praktisch überall Blick auf das Meer und kann den nächsten Swell im Auge behalten. Mehr Infos: fajalodges.com